El día de la madre

Ernesto Rico Schmidt am 27. Mai 2020

Am heutigen 27. Mai wissen so gut wie jede und jeder, was gefeiert wird: der Muttertag.

Was aber inzwischen nicht mehr alle aus der Grundschule Wissen, ist dass der 27. Mai in gewisser Weise die Höhepunkt der Dreifaltigkeit der Geschichte Boliviens ist.

Der 25., der 26. und der 27. Mai sind in der Geschichte Boliviens sehr wichtige Tage, die früher mit horas cívicas in den Schulen gedacht wurde. Sie prägen die Geschichte Boliviens und die Bolivianerinnen und Bolivianer wie kein anderer.

La Revolución de Chuquisaca

Am 25. Mai 1809 begann in Chuquisaca (die heutige Hauptstadt Sucre), der Aufstand an dessen Ende Südamerika sich von der spanischen Krone löste. Bekannt ist dieser Tag als erster libertärer Aufschrei in Südamerika. In Bolivien war diese Revolution sechzehn Jahre später mit der Unabhängigkeitserklärung vom 6. August 1825 endlich am Ziel.

La Batalla del Alto de la Alianza

Am 26. Mai 1880 standen Bolivien und Peru gegen Chile in der Schlacht um Tacna im sogenannten Salpeterkrieg. Im einer der größten und blutigsten Schlacht verloren Bolivien und Perú, und Bolivien zog sich aus dem Konflikt zurück.

Chile zog dann weiter bis zu Perus Hauptstadt Lima. Am Ende des Kriegs, vier Jahre später, verlor Peru Teile seiner südlichen Küste und Bolivien den Zugang zur Pazifik.

Der spätere Friedensvertrag von 1904 und dessen Einhaltung sorgten für Spannungen und Streitigkeiten zwischen Chile und Bolivien und waren zwischen 2013 und 2018 Gegenstand von einer Klage Boliviens beim internationalen Gerichtshof in den Haag.

An Ende entschied das Gerichtshof, dass Chile keine Verpflichtung hat mit Bolivien eine Lösung zu verhandeln, an dessen Ende Bolivien einen souveränen Zugang zum Pazifik wieder erhalten hätte.

In Bolivien ist der 23. März el día del mar, den Tag des Meeres, Bolivien hat aber 26. Mai 1880, auf dem Schlachtfeld von Tacna, den Krieg verloren.

Las Heroínas de la Coronilla

Am 27. Mai 1812 standen die Truppen vom spanischen General Goyeneche den Frauen und Kinder der Stadt Cochabamba gegenüber. Die spanischen Soldaten hatten einige Tage davor in der Schlacht von Pocona, nahe Cochabamba, die Truppen vom Esteban Arze besiegt.

Sie zogen nun in die Stadt, verwüsteten Häuser auf der Suche von Soldaten und Generäle der Rebellen und trafen am Ende auf la coronilla, dem Hügel, von San Sebastian auf die Frauen und die Kinder von Cochabamba, die angeführt von Manuela Gandarillas, einer Aristokratin, versuchten Widerstand zu leisten.

Später wurde im Jahr 1927 der 27. Mai der Tag der bolivianischen Mutter.